Über uns

Zum Verein
Der Verein Europäische Akademie der Heilenden Künste e.V. wurde 1997 von einem Kreis von Menschen aus künstlerischen, sozialen und handwerklichen Berufen gegründet. Damals zogen wir in das zur Hälfte leerstehende Dorf Klein Jasedow. Bis heute arbeiten wir dafür, dass hier ein Ort des Lernens und guten Lebens entsteht, gründen Projekte für Jung und Alt, renovieren und bauen Häuser, pflanzen Blumen und Bäume. Wir sind als „Raumpioniere“ in unserer Region des Lassaner Winkels aktiv wie auch überregional, z.B. veranstalteten wir 2017 das EU-Festival „Learning villages in Rural Europe“.
Unser Team widmet sich heute einer Vielfalt von Projekten im Feld von Musik, Tanz, Kreativität, freier Bildung, Naturerleben und nachbarschaftlichem Beisammensein. Wir sind weltanschaulich frei.

Im Projekt „Engagement, Gemeinwirtschaft und Daseinsvorsorge: Beispiele und Potenziale gemeinwirtschaftlicher Konzepte in kleinen Gemeinden. Vorstudie.“ des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung (Prof. Dr. Thomas Klie, Freiburg/Berlin) und der Hochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. Peter Dehne), das von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert wird, wurde eine Diagramm erarbeitet, das hervorragend zeigt, wie der Verein die Region stärkt.  Projektzeitraum: 01.01.2023 – 31.12.2023
https://www.hs-nb.de/institute/institut-fuer-kooperative-regionalentwicklung/forschungsschwerpunkt/aktuelle-projekte/buergergenossenschaften/

Team

Christine Simon

Dr. Christine Simon
Vorstand, Musikerin und Musikpädagogin, Fundraising, Programmgestaltung, Koordination von Projekten

Geb. 1952 in Hamburg, Musikstudium in Hamburg und Basel, künstlerische und pädagogische Arbeit insbesondere mit Kindern, Konzerttätigkeit im In- und Ausland, seit 1997 Aufbau der Europäischen Akademie der Heilenden Künste e.V. Vorstandsvorsitzende der Akademie

Klaus Holsten
Vorstand, Musiker und Musikpädagoge, Weiterbildungsstudiengänge, Kurse, Öffentlichkeitsarbeit, Programmgestaltung

Geb. 1951 in Niedersachsen, nach dem Musik- und Pädagogikstudium Flötist an der Staatsoper München; verantwortlich für die Konzert- und Seminartätigkeit von Klang&Körper, Lehrauftrag für Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg; Vorstand der Europäischen Akademie der Heilenden Künste e.V. und des Mirabell Vereins e.V.

Dr. Beata Seemann
Vorstand, Musikerin und Musikpädagogin, Weiterbildungsstudiengänge, Kurse, Finanzen

Geb. 1952 in München, Cembalistin und Musikpädagogin, ausgedehnte Konzert- und Lehrtätigkeit im In- und Ausland, Lehrauftrag an der Universität in Greifswald, Klangperformances mit Neuer Musik, Vorstandsmitglied der Europäischen Akademie der Heilenden Künste e. V.

Johannes Heimrath
Mitbegründer der Akademie und deren Präsident. Initiator von ökologischen und soziokulturellen Projekten, Initiator des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Geb. 1953 in Süddeutschland, Komponist, Publizist, Prozessbegleiter, Gongbauer und Bauer; lebt seit 1997 in Klein Jasedow; Bio-Pionier, engagiert sich für eine enkeltaugliche Landwirtschaft sowie kommunale und regionale Entwicklung; Präsident der Europäischen Akademie der Heilenden Künste e.V.

Melanie Stehle
Weiterbildungsstudiengänge, Kurse,TaKeTiNa, Tanz und Bewegung, Koordination Klanghauspflege und -erhaltung

Thomas Schallmann
Weiterbildungsstudiengänge, Kurse, Tanz, Bewegung und Körpersprache

Geb. 1957 in Cottbus, Theater- und Tanzwissenschaftler (Kinetographie Laban) , Tanz- und Bewegungspädagoge, Thai Chi Chuan/Qigong, Meditation, Heilpraktiker in eigener Praxis

Heike Ried
Physiotherapeutin, Heilpädagogischer kreativer Tanz, Lehrerin und Praktizierende für Body-Mind-Centering®, IMpuls® Körper-Gestalt-Coach, SomaEmbodiement® Praktizierende, Embodied Yogalehrerin®, TRE Provider

Wieland Möller 
ist durch seine fantastischen Jazz-Konzerte dem Klanghaus-Publikum als Musiker bekannt und seit vielen Jahren dem Ort Klein Jasedow eng verbunden. Er ist Schlagzeuger, Klangkünstler und Performer in den Bereichen Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössischer Tanz. Er lebt in Berlin und studierte am Rotterdams Conservatorium, am Rhythmic Conservatory Copenhagen und am Berklee College of Music sowie in New York. Er war Stipendiat des Berklee College of Music und des Goethe-Instituts Deutschland.
Er trat beim Buenos Aires Jazz Festival, Jazz International Rotterdam Festival auf und tourte durch Deutschland, die Niederlande, Spanien, Portugal, Argentinien und Island.
Mit seinem pädagogischen Ansatz, den er durch ein Rhythmikstudium an der Musikhochschule Dresden um den Bewegungsaspekt erweitert hat, kommt er zum ersten Mal mit einem Workshop nach Klein Jasedow.
Wieland kreiert und lebt ständig mit dem Zusammenkommen von Kunst, Natur und Geist.

Markus Ziegenhagen
Klanghaus Tonstudio, Aufnahmetechnik, Licht, Haustechnik

Geb. 1962 in Erfurt, Musikstudium in Weimar, Ausbildung zum Krankenpfleger in Erfurt, seit 1999 verantwortlich für Ton und Technik des Klang&Körper Musikprojekts, Aufnahmeleitung und Hörspielproduktion im Klanghaus-Ton­studio.

Simone Stehle
Öffentlichkeitsarbeit,
Kurse und Weiterbildungen im Bereich Qigong und Taiji

Geb. 1968, Fotografin, Raumausstatterin, Qigong Unterrichtende,
seit 2020 in Klein Jasedow, und im Klanghaus Team mit verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit und für die Vermittlung von Qigong.

Martin Pfeil
Hausmeister des Klanghauses:
Reinigung und Vorbereitung von Veranstaltungen,
Pflege der Instrumente, sowie Planung und teilweise Ausführung von Reparaturen der Instrumente und des Gebäudes, Gartenarbeit

Inga Degenhardt
Hauspflege, Instandhaltung

Beate Küppers – Buchhaltung

Olaf Schröder – Außenlagen, Gartenpflege

Lara Mallien † 28. April 2023
Schatzmeisterin, Projektkoordination, Tanz und Bewegung

In memoriam  Lara Mallien (* 1. Juni 1973, † 28. April 2023)
Vier Wochen vor ihrem 50. Geburtstag beendete Lara Mallien ihr Leben, weil sie den Schrecken ihrer Krankheit nicht mehr ausgehalten hat.
Lara litt seit Dezember an der Krankheit ME/CFS-PEM, die sich innerhalb von vier Monaten in immer rascherem Tempo bis zum äußersten Schweregrad verschlimmerte. Dieses Syndrom ist bisher kaum erforscht; ein Zusammenhang mit überstandenen Virus-Infektionen ist wahrscheinlich. Es gibt keine Therapie, die helfen könnte, wenigstens die grausamen Symptome zu lindern. Die Prozesse in Laras Körper erzeugten unausgesetzte Schmerzen, die durch kein Medikament zu stillen waren. Das führte zu einer permanenten Angstreaktion in ihrem Gehirn, die sie mit all ihren mentalen Kräften vergeblich zu integrieren versuchte – und wie enorm ihre Geisteskraft war, hat wohl jeder erfahren, der sie kennenlernen durfte. Am Ende hatte sie keine Hoffnung mehr, dass ihre Kräfte ausreichen würden, auch nur noch einen weiteren Tag unter unerträglichem körperlichen und seelischen Leid nach einem wunderwirkenden Heilungsweg zu suchen. Dem schrecklichen Ausmaß dieser Krankheit war keine Kunst gewachsen …
Die Europäische Akademie der Heilenden Künste wird von einer dreißigköpfigen intentionalen Gemeinschaft getragen, in der Lara seit jüngster Kindheit lebte. Die Gründungsmenschen Christine Simon, Klaus Holsten, Beata Seemann und Johannes Heimrath waren zusammen mit ihrem Bruder Tilmann und ihrer Schwester Katharina ihre engste Familie. Lara war eine außergewöhnliche Bewegungskünstlerin, die den musikalischen Performances des Now!-Ensembles besondere Tiefe verlieh. Sie entfaltete sich zu einer inspirierenden Persönlichkeit, deren radikale Wahrhaftigkeit das Denken und Sein der Gemeinschaft mitprägten. Ihre täglich gelebte Erfahrung, wie Gemeinschaft zwischen den Menschen untereinander und zwischen den Menschen und der mehr-als-menschlichen Welt gelingen kann, machte sie zu einer tatkräftigen Nährerin, die vielen jungen Menschen wegweisende Impulse zur Verwirklichung eines Guten Lebens – im Sinn einer erdgerechten und enkeltauglichen Lebensweise – gab. Dies und ihre unbestechliche intellektuelle Klarheit, wie über all das gesprochen und geschrieben werden sollte, machte sie zudem zu einer prägenden Gestalt der Zeitschrift Oya, deren langjährige Chefredakteurin sie war.
Laras größtes Glück war die Geburt ihres kleinen Sohnes Veit-Peregrin vor drei Jahren. Zu wissen, dass er in seinem Vater Johannes Heimrath, seinen engsten Angehörigen und der gesamten Großfamilie die liebevolle und hingegebene Begleitung findet, die sie ihm in seinen ersten Lebensjahren aus ihrem großen mütterlichen Herzen geschenkt hat, mag ein winziger Trost beim Abwägen ihrer letzten Entscheidung gewesen sein.
Lara, wir werden dein Vermächtnis sorgfältig hüten. Es ist uns ein weiterer Ansporn, dem wahrhaftig Guten und Schönen alle unsere Kräfte zu widmen. Aus vielen deiner Samen, die du so üppig wie die übrige Natur frei in die Welt verschenkt hast, sind heute kräftige Pflanzen gewachsen. Wir werden sie pflegen, auf dass sie einst reiche Früchte tragen mögen.
Deine Reise ins Licht lässt uns in großer Trauer zurück.
Christine Simon, Beata Seemann, Johannes Heimrath, Klaus Holsten & Gemeinschaft

. und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer

Das Team der Kleinen Dorfschule findet sich unter www.kleine-dorfschule-lassaner-winkel.de